Donnerstag, 14. Februar 2019

Forensische Psychiatrie Müller-Isberner


Kundenrezension







Tom Simon
16. Januar 2019

Nehmen wir einmal an, die Nazis hätten den Zweiten Weltkrieg gewonnen. Gäbe es dann auch eine Festschrift für Professor Werner Heyde zur erfolgeichen Durchführung des T4-Programms? Vielleicht, wir wissen es nicht.
Was man jedoch weiß: Dr. Rüdiger Müller-Isberner (passender wäre vermutlich Rüdiger Müller, da er meines Wissens seit Jahrzehnten mit Frau Isberner nicht mehr verheiratet ist) ist ein Arzt, der keinen seinen Forensik-Patienten "geheilt" hat, dafür jedoch aller Voraussicht nach alle seine Patienten körperlich krank und Medikamenten-abhängig gemacht hat. In den 192 Seiten der Festschrift gibt es daher auch keine Lobsagungen seiner "Patienten", ja, es kommt nicht einmal ein einziger zu Wort. Das ist schade, denn immerhin zahlt der Staat ja täglich rund 400 Euro für deren Genesung. Auch wird die Frage nicht geklärt, warum ein Mensch in Isolationshaft, wo ihm lediglich eine Matratze und karge Kost zur Verfügung gestellt wird (in einigen Vitos-Forensiken versorgen Wärter angeblich ihre Familien Körbeweise mit dem Obst, was eigentlich die Inhaftierten bekommen sollten, so berichtete zumindest ein Insasse), täglich 400 Euro bezahlt werden?
Und was ist das Ergebnis der Behandlung? Aus beruflichen Gründen kenne ich viele Erfahrungsberichte, und die Inhaftierten der Vitos-"Kliniken" berichten von folterähnlichen Zuständen, monatelanger Isolationshaft, willkürlichen Strafmaßnahmen, zahlreichen Verstößen gegen Menschenrechte, fehlenden medizinisch notwendigen Ausschluss-Anamnesen, juristisch fragwürdigen Behandlungszwängen ("Entweder du nimmst die 'Medikamente' oder du kommst in Isolation!"), krank machender polypharmazeutische Behandlung, schlecht ausgebildeten Mitarbeitern mit Eskalationstaktiken, Suiziden während und nach der "Behandlung", ungeklärten Todesfällen, mangelndem Rechtsbeistand, wahnwitzigen Fehldiagnosen und vielem mehr. Vielleicht irren die sich auch alle, vielleicht sind das, was als Folter beschrieben wird, in Wahrheit nur "optische, akustische und taktile Halluzinationen", aber die Fülle an Berichten über Missstände in den Vitos-Forensiken ist überwältigend.
Da die Opfer der Vitos-Forensiken im Buch nicht zu Wort kommen, empfehle ich dringend, einfach mal Dr. Google nach den Stichworten "Forensik & Vitos" zu befragen. Das Lügengebäude dieser "Festschrift" fällt dann schnell in sich zusammen ...
Und man kann sich auch die Frage stellen, ob Rüdiger Müller mit seinem fremdgefährdenden psychiatrischen Wahn mit zahlreichen Todesopfern nicht selbst ein guter Kandidat für die von ihm empfohlene "Behandlung" wäre.
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In freundlicher Erinnerung an die Todesopfer der Vitos-Forensiken, die keine Stimme mehr haben und keine Bücher veröffentlichen können!


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