Mittwoch, 17. April 2019

Psychiatrie in der Krise! Der Wallraff - Undercover Psychiatrie-Report und seine Folgen

Uhr Info-Veranstaltung mit Günter Wallraff u. seinem Team

Hohschule Darmstadt am Mittwoch, dem 17.04.19

  • Einlass ab 18 Uhr, Beginn ab 18.30 Uhr
  • Geb. C20, Raum 3 und 4 (Schöfferstraße 3, Gebäude hinter dem Hörsaalgebäude gegenüber dem Hochhaus)
  • kostenfreie Eintrittskarten zu den Öffnungszeiten der AStA-Geschäftsstelle oder am Abend
Psychiatrie in der Krise! Der Wallraff - Undercover Psychiatrie-Report und seine Folgen
Info-Veranstaltung gemeinsam mit Günter Wallraff und seinem Team
Günter Wallraff ist ein bekannter Autor und Journalist, der in seiner bisher jahrzehntelangen Arbeit zahlreiche Skandale in Politik und Wirtschaft aufgedeckt hat. In seiner Dokumentationsreihe “Team Wallraff“ berichtet er und sein Reporterteam mit verdeckten Mitteln (Undercover) über gesellschaftliche Missstände.
Die erste Folge der neuen Staffel der Dokumentationsreihe wurde vor wenigen Wochen mit dem Thema “Undercover in Psychiatrien und Jugendhilfe“ ausgestrahlt. Diese Folge ist hier in voller Länge zu sehen:
https://www.tvnow.de/shows/team-wallraff-reporter-undercover-2384/staffel-6/episode-1-undercover-in-psychiatrien-1504359
Die Folge der Ausstrahlung ist ein politischer Skandal: Selbst Fachleute sagen, sie hätten es nicht für möglich gehalten, dass 40 Jahre nach der Psychiatrie-Enquete des Deutschen Bundestages über die damals menschenunwürdigen Verhältnisse in der Psychiatrie noch immer
solche Zustände möglich sind. Jetzt diskutieren Gremien vom Bundestag, über Landtage und Fachgesellschaften, wie es hierzu kommen konnte. Es liegt die Vermutung in der Luft: Nicht nur in den dokumentierten Kliniken von Frankfurt, Berlin und Stuttgart ist das Gezeigte Alltag.
Der von Kongressen und als Buchautor bekannte Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie PD Dr. med. Jann Schlimme aus Berlin spricht angesichts der dokumentierten Zustände in der Psychiatrie des Klinikums Frankfurt Höchst von „psychiatrischer Steinzeit“ und fordert eine Schließung und Neuaufstellung der dortigen Akutstation D42. Mittlerweile wurden auch Strafanzeigen gegen die Kliniken gestellt.
Doch wie verhält sich die Soziale Arbeit hierzu? Im Rhein-Main-Gebiet berichten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Trägern von Versuchen, offensive Diskussionen über diese Dokumentation zu führen. Und sie berichten von ängstlichen Vorgesetzten und erteilten Maulkörben, dieses Thema weiter aufzugreifen. Kaum jemand der psychosozialen Träger scheint gewillt, die fachlichen Konzeptionen der großen stationären Psychiatrien zu kritisieren. Einige fragen sich: Ist es nicht an der Zeit für einen neuen Aufbruch der Psychiatrie?
Wir möchten gemeinsam die neue Dokumentation des Team Wallraff ansehen und im Anschluss mit Günter Wallraff und der Journalistin, die in Frankfurt-Höchst Undercover drehte, diskutieren: Was ist los in der stationären Psychiatrie in Deutschland? Welche Alternativen gibt es in den Hilfen für psychisch kranke Menschen?
Die Moderation übernimmt Prof. Dr. Volker Beck vom Fachbereich Soziale Arbeit der h_da.

Dienstag, 16. April 2019

EU-Forschungsprojekt PRONIA-Psychiatrisierung von Unbequemen voraus?

Auch Du bist geisteskrank – und brauchst natürlich Therapie! EU-Forschungsprojekt PRONIA

7. April 2019 | Autarkie | Freies Leben | Bewusstsein | Spiritualität | Gesundheit | Ernährung | Medizin | Politik | Geo-Politik | connectiv.events
Das Ärzteblatt  findet es ganz großartig: Ein internationales Forschungsteam entwickelt ein telemedizinisches Diagnose-Tool, mit dem sich psychotische Erkrankungen frühzeitig erkennen lassen sollen. Da gibt es ein EU-Forschungsprojekt und ein internationales Forschungsteam unter der Leitung eines Privatdozenten Dr. med. Nikolas Koutsouleris, der an der LMU (Ludwig-Maximilian-Universität) wirkt. Und dieses Forschungsteam entwickelt ein „telemedizinisches Diagnosetool“, mit dem die Mediziner dann ganz früh Psychosen erkennen können – und auch natürlich schon im Vorfeld gezielt behandeln. Der Grund: Viele Patienten  gehen erst Jahre später, nachdem die ersten Anzeichen einer Psychose aufgetreten sind, zu einem Psychologen oder Psychiater. Das, so das Ärzteblatt, sei sehr schlecht, denn die therapeutische Beeinflussbarkeit psychotischer Erkrankungen sei wesentlich schlechter, wenn diese erst spät entdeckt werden. Dann könne die Erkrankung chronisch werden.
Deshalb habe die EU sechs Millionen Euro  dafür bereitgestellt, um das Projekt PRIONA zu fördern. PRIONA ist das Kürzel für „Personalised Prognostic Tools for Early Psychosis Management“. Man kann mehr darüber lesen auf der Webseite www.priona.eu. Es soll  mit dem brandneuen Diagnosetool möglich sein, den Ausbruch einer psychotischen Krankheit mit 90 % Genauigkeit vorhersagen zu können. Die „herkömmlichen Verfahren“ liegen dagegen bei 40%.

Du weißt nichts von einer Psychose, kein anderer hat was bemerkt, aber die Maschine weiß es schon?

Das Ärzteblatt schreibt dazu:
„Das erste Ziel des Projekts ist es, ein klinisch anwendbares Verfahren zur Vorhersage von psychotischen Erkrankungen bei Personen mit bestehenden Risikosymptomen, aber ohne Vollbild der Erkrankung, zu entwickeln. Ein weiteres Ziel ist die Entwicklung eines Tools zur Vorhersage von ungünstigen klinischen Verläufen, wie etwa der funktionellen Beeinträchtigung bei Hochrisiko-Personen sowie ersterkrankten Patienten mit Psychosen und Depressionen“, erläuterte Koutsouleris. Darüber hinaus ziele das Projekt darauf ab, diagnostische Tools zur Unterscheidung von psychotischen und affektiven Störungen wie Depression im Ersterkrankungsstadium zu validieren.“
Des Menschen Charakter ist vielfältig, mancher ist auch exzentrisch. Es gibt Leute, für die das Glas immer halb leer ist, was für andere halbvoll ist. Es gibt Zeiten, in denen man mit Wut im Bauch herumläuft, weil man einen Chef (männlich, weiblich oder divers)  hat, der einem das Leben schwer macht. Es gibt Zeiten, in denen man verliebt ist und alles rosarot sieht. Es gibt Miesepeter und entnervend fröhliche und zutrauliche Leute. Mancher hat eine oder mehrere Schrauben locker. So ist das nun mal.
Das Problem bei der Wahrscheinlichkeit eines solchen Diagnosetools ist, dass man Charakterzüge oder momentane, vielleicht sogar extreme emotionale Befindlichkeiten von Menschen einfach als solche sehen kann, oder darin eine beginnende Psychose erblickt. Es gibt im Prinzip kaum ein echtes Hindernis, einen Menschen mit Psychosen zu diagnostizieren, insbesondere, wenn das Diagnosetool angeblich eine Psychose identifiziert, noch bevor der Betreffende, die Umgebung oder ein Arzt davon weiß. Man bekommt da ein sehr seltsames Gefühl in der Magengegend.

http://www.goldgrammy.de

Zumal das Diagnosetool auch noch auf selbstlernenden Algorithmen basiert

„Es kombiniert Daten aus neuropsychologischen und -kognitiven Tests mit bildgebenden Verfahren, genetischen Untersuchungen und Interviews. So wurden in Bildgebungsstudien etwa mit Magnetresonanztomographie signifikante Hirnveränderungen bei Patienten mit einer Psychose beobachtet. „Bei psychotischen Patienten konnten Veränderungen der Hirnstruktur, der Hirnaktivität, der Verbindungen zwischen Neuronen sowie Veränderungen von Botenstoffen wie Dopamin im Gehirn nachgewiesen werden“, erläuterte Dr. med. Lana Kambeitz-Ilankovic, Neuropsychologin im Projekt PRONIA. Dabei seien eine Vielzahl von Hirnregionen betroffen.
Nach Untersuchungen der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde erkrankt etwa jeder dritte Erwachsene im Laufe seines Lebens an einer psychischen Störung. Etwa 30 Prozent der Erkrankungen nehmen einen chronischen Verlauf. Neben dem individuellen Leid der Betroffenen haben neuropsychiatrische Erkrankungen auch eine volkswirtschaftliche Dimension.“

Sind wir nicht alle ein bißchen Bluna?

Die „Volkswirtschaftliche Dimension“ ist nett ausgedrückt. Reden wir doch Klartext: Wenn jeder Dritte mit einer Psychose diagnostiziert werden kann, dann rollt der Rubel. Da sind Sitzungen ohne Ende fällig, Dopamin- oder Serotoninhemmer, angstlösende Medikamente und Beruhigungsmittel, Schlaftabletten und Sedative, vielleicht auch noch eine Medikamentenabhängigkeit und/oder eine Einweisung in entsprechende Kliniken.
MRT-Ergebnisse sollen nämlich genau das offenbaren: „Bei psychotischen Patienten konnten Veränderungen der Hirnstruktur, der Hirnaktivität, der Verbindungen zwischen Neuronen sowie Veränderungen von Botenstoffen wie Dopamin im Gehirn nachgewiesen werden.“  Das Problem hierbei ist nur, dass diese Medikamente, die Dopamin oder Serotonin im Gehirn hemmen oder bereitstellen, das Gehirn nachweislich physisch auch verändern und meistens die Probleme auf Dauer deutlich vergrößern. Bekommt das Gehirn Dopamin-Hemmer geliefert, wirkt das kurzfristig. Dann produziert das Gehirn aber deutlich mehr Dopamin und die dazugehörigen Rezeptoren, um seinen gefühlten Mangel auszugleichen, was dann zu denselben Symptomen, wie vorher führt. Auch umgekehrt führt Dopaminzufuhr zu einer Reduzierung der Rezeptoren im Gehirn, was ebenfalls den alten Zustand wiederherstellt.
Wenn also das Ärzteblatt das Thema Schizophrenie anführt, bei dem sich die „indirekten Kosten“ (was immer das auch sei) auf jährlich rund 150 Millionen Euro belaufen und das Ärzteblatt davon ausgeht, dass sich diese Kosten durch PRIONA langfristig senken lassen, ist das wenig überzeugend. Da soll der Apparat computergestützt für jeden Patienten den optimalen Diagnosepfad ausrechnen und das ist dann gleich die Grundlage für die Therapie.  Wenn diese Apparatur allerdings, da ja sehr früh schon in der Lage, Psychosen zu erkennen, mit ziemlicher Sicherheit dann tatsächlich bei jedem Dritten schon diese Psychosen – und darunter natürlich auch Schizophrenie – erkennt, dann werden ganz sicher keine Kosten gesenkt, sondern jede Menge neue Kosten generiert. Und wenn 10 Prozent (bei 90prozentiger Genauigkeit) falsch diagnostiziert werden, bedeutet das, dass 100 von 1000 Leuten, die sich an den Apparat setzen mit Psychopharmaka oder Therapien traktiert und vielleicht abhängig gemacht werden, die eigentlich gesund sind.
Anders, als bei den bekannten 40% Fehldiagnosen durch menschliche Diagnostiker, die bekannt sind und daher noch wesentlich mehr Raum für eine Revision der Diagnose oder eine andere ärztliche Meinung lassen, ist die „Sichere Diagnose“ von PRIONA dazu angetan, die Maschinendiagnose als quasi unfehlbar zu akzeptieren und der Patient hat keine Chance mehr.

https://qi-technologies.com

Psychiatrisierung von Unbequemen voraus? Die Aufsässigkeits-Trotz-Störung

Wer es noch nicht weiß: Es gibt eine neue psychiatrische Diagnose für Systemkritiker oder unbequeme Menschen, mit dem schönen Namen „Aufsässigkeits-Trotz-Störung gegenüber Autoritäten. Auch die kann sehr gut diagnostiziert werden und erfasst im Prinzip jeden, der dem gegenwärtigen politischen System kritisch gegenübersteht und nicht kuscht. Diese Diagnose kann beispielsweise auch dazu führen, dass man – durchaus unfreiwillig – einer Medikamentierung und Therapie unterzogen wird. Die Webseite „Gehirnwäsche“ listet hierzu auf:
  1. Jährlich werden in der BRD  200.000 Menschen unter Zwang in die Psychiatrie eingeliefert.
  2. Im Mai 2013 kam der überarbeitete DSM-5 Katalog für psychische Störungen heraus (“Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders”). Das DSM dient als Leitfaden für die Diagnostik, wer und was gesund bzw. psychisch krank ist.
  3. Als neue Diagnose ist aufgenommen: “Aufsässigkeits-Trotz-Störung gegenüber Autoritäten“
  4. Das ist eine hervorragende Waffe zur Ausgrenzung von Selbst- und Querdenkern. Also, alle Einschätzungen, die von den täglich uns eingehämmerten Mainstream-Glaubenssätzen zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft abweichen, können damit als psychische Störung klassifiziert werden. Und sind somit behandlungsbedürftig.
  5. Allen Frances ist einer der Mitautoren dieses Katalogs für psychische Störungen (DSM), der in der westlichen Welt als Standard zur Bestimmung von psychischen Störungen gilt. Frances gehört zu den Erfindern von psychischen Krankheiten, an denen heute fast 80% der amerikanischen Bevölkerung „leidet“. In seinem Buch „Normal“ beichtet der Professor für Psychiatrie, wie seine Arbeit aus gesunden Menschen psychische Kranke macht. Der ehemalige Miterfinder der neuen psychischen Krankheiten rechnet mit seiner Zunft ab und prangert sie an, Seelenzustände als Krankheiten zu definieren. So würde mittlerweile „Schüchternheit“ als „soziale Phobie“ betrachtet. Einer Studie zufolge erfüllen schon mehr als 80% der jungen Erwachsenen die Kriterien für eine psychische Störung.
Wundervolle Aussichten, nicht wahr? Und wir dürfen mit Sicherheit davon ausgehen, dass PRIONA diese Störung auch diagnostizieren kann und soll. Das ist uns doch alles als gruselige Scheußlichkeit einer gnadenlosen Diktatur in der Sowjetunion und in der DDR und als Beleg dieser menschenverachtenden Systeme mit den schwärzesten Farben in der Schule geschildert worden.

https://misterwater.eu

PRIONA macht nur Sinn als „Vorsorgeuntersuchung“

Dem aufmerksamen Zeitgenossen steht ein Fragezeichen über dem Kopf. WENN das tolle Diagnose-Tool PRIONA Psychosen weit im Vorfeld erkennen und diagnostizieren kann und soll, dann macht der Apparat ja nur Sinn, wenn die Menschen von PRIONA auch weit im Vorfeld diagnostiziert werden KÖNNEN. Das heißt, man wird hier auf Vorsorgeuntersuchungen drängen und zwar bei allen Bürgern, denn sonst bringt der ganze Zauber nichts. Absehbarer Weise werden sich die Leute aber nicht drängeln, dahin zu gehen, Das bedeutet, es könnte quasi zur Pflicht gemacht werden. Vielleicht als Vorstufe noch der Hausarzt dazwischengeschaltet, der eine solche Voruntersuchung „vorschlägt“, die dann doch verpflichtend wird.
Schöne, neue Welt der Psychiatrisierung?

https://baden.jungbrunnen.tips

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Dienstag, 2. April 2019

Alena S-R

15:56 (vor 6 Stunden)


an Alena

Lordi Schadt
28. März um 16:02 ·
Aus der Reihe: Urige Blabla-Pressekonferenzen
__________________
"Wir reden nicht über Missstände, sondern über Mängel", blabla, "Schuld ist die bauliche Substanz der Gebäude", blabla, "es gab nur eine Beschwerde und eine Petition", blabla, "und die verkürzte Darstellung zeigt uns im schlechten Licht", blabla.
Dabei wurde offenbar gänzlich vergessen, dass in der Dokumentation vom Team Wallraff reale Straftaten gezeigt wurden, für die nicht die Fachaufsicht zuständig ist, sondern die Staatsanwaltschaft. Und den zahllosen Opfern dieser Straftaten wurde in der Pressekonferenz die Stimme verweigert. Opferschutz und "rückhaltlose Aufklärung" sieht anders aus!
__________________
Dazu auch ein Ausschnitt aus einer Anzeige eines bekannten Hessen, die mir zugespielt wurde und die mittlerweile der Staatsanwaltschaft vorliegt:
"Strafanzeige wegen des Anfangsverdachts der
§ 223 StGB Körperverletzung
§ 239 StGB Freiheitsberaubung
§ 203 StGB Verletzung von Privatgeheimnissen
§ 240 StGB Nötigung
§ 263 StGB Betrug.
[...]
Die Kameraaufnahmen dieser Dokumentation zeigen Zustände im inneren der Akut-Station D42, die aus meiner Sicht den Anfangsverdacht auf o.g. Straftatbestände erfüllen.
So zeigt die Dokumentation eine Situation, in der ein junger Mann, ausschließlich wegen einer strittigen Diskussion um Medikamenteneinnahme, von insgesamt 10 Ärzten und Pflegekräften
gewaltsam zu Boden gebracht und anschließend für mehr als eine Woche an ein Bett fixiert wird.
Weder der konkrete Anlass, noch die Reaktion des Mannes rechtfertigen gemäß medizinischer Leitlinien den Einsatz von körperlicher Gewalt in diesem Kontext. Die anschließende tagelange
Fixierung ohne Einhaltung der notwendigen 1:1 Betreuung stellt weiterhin mindestens den Tatbestand von Nötigung und Freiheitsberaubung dar.
Weitere in dieser Dokumentation geschilderte Fälle legen zudem nahe, dass die Klinik Patienten aufgrund ökonomischer Motivationslagen länger in der geschlossenen Station festhält, als aus fachlicher medizinischer Sicht notwendig ist. Dies nährt den Anfangsverdacht des
Abrechnungsbetrugs mit den Kostenträgern dieser Unterbringung, mutmaßlich der gesetzlichen Krankenversicherung. Da von einer tageweisen Abrechnung auszugehen ist, kann von einem
Kostensatz und somit Schaden von täglich ca. 300 - 400,- Euro ausgegangen werden.
In einer weiteren Sequenz der Dokumentation ist eine ärztliche Visite dokumentiert. Hier werden die Patienten wohl angehalten vor ihren Zimmertüren auf den Tross von Ärzten und Pflegepersonal zu
warten. Die Kamera dokumentiert den Verstoß gegen die ärztliche Schweigepflicht, in dem Geheimnisse der Patienten über Diagnose, Verlauf und Behandlung für mehrere Mitpatienten hörbar laut auf dem Gang besprochen werden. Die betroffenen Patienten haben keine Möglichkeit sich diesem zu entziehen. Dies stellt somit einen Zwangskontext und klaren Verstoß gegen u.a. §203 StGB
dar.
Weiterhin stellt die bauliche und strukturelle Organisation der Station keinen Schutz der Patienten zur Wahrung ihrer körperlichen Unversehrtheit und dem Eigentumsschutz dar. Wie filmisch dokumentiert, können Patienten im Zustand einer mutmaßlich vollentfalteten Psychose ohne weiteres die Zimmer von Mitpatienten betreten, dort Eigentum zerstören, stehlen und unsittliche
Handlungen durchführen. Es bleibt zu fragen, welches Präventionskonzept die Klinik gegen Formen des sexuellen Missbrauchs hat, wenn alle Zimmer rund um die Uhr offen stehen und durch Patienten noch nicht einmal zu Zeiten der Nachtruhe für andere Patienten verschlossen werden können?
Die dokumentierte aggressive und herablassende Vorgehensweise des Personals stellt mutmaßlich keinen Straftatbestand dar, unterstreicht aber in der gesamten Klaviatur ein fachliches und gesamtorganisatorisches Versagen, welches ein erheblich negatives Klima zu Lasten der Patienten herstellt, zulässt oder zu mindestens billigend in Kauf nimmt.
Strafverschärfend ist bei der Intensität der dokumentierten Verstöße, die bereits seit der PsychiatrieEnquete der 1970er Jahre zu Recht als “Steinzeit-Psychiatrie“ gelten und so seit langer Zeit nicht mehr gelehrt werden, von vorsätzlichen Handlungen auszugehen.
Da davon auszugehen ist, dass diese dokumentierten Handlungen dort so, in dieser oder vergleichbarer Art auch weiterhin praktiziert werden, wird beantragt diese Akutstation D 42 zur Sicherstellung der seelischen und körperlichen Unversehrtheit der dort untergebrachten Patienten
unverzüglich zu schließen."

Neuroleptika können jeden Zustand auslösen

Neuroleptika können jeden Zustand auslösen
Schnelles Absetzen oder Ändern von Medikamenten kann jeder Mensch schwerste Entzugsymptome bzw.Absetzpsychosen oder Agressivität führen. Mit Neuroleptika kann man jeden Zustand herbeiführen. Dr. Volkmar Aderhold und Medizinjournalist untersuchten Studien und kamen zu folgendem Ergebnis Tödliche Psychopharmaka und organisiertes Leugnen“
Robert Whitaker ist mit seinen Rechercheergebnissen nicht allein. Peter Gøtzsche ist ein Ausnahme-Forscher. Durch seine jahrelange Arbeit in der Cochrane Collaboration, die er 1993 mitbegründete, ist er geschult im Aufspüren von Falschaussagen, die sich meist auf übertriebenen Heilwirkungen von Medikamenten beziehen. Minutiös durchschaut er die eingereichten Zulassungsdaten und konfrontiert die Hersteller mit tatsächlich beobachteten Wirkungen. Auch er hat sich damit nicht nur Freunde gemacht.
Doch niemand kann ihm unsauberes Arbeiten oder unbewiesene Behauptungen unterstellen. Seine Arbeiten basieren auf exakter wissenschaftlicher Beweisführung und erscheinen fast ausschließlich in den wichtigsten medizinischen Fachzeitschriften. In seinem Buch „Tödliche Psychopharmaka und organisiertes Leugnen“ kommt er zu folgenden Feststellungen:
Das Gehirn passt sich an die Medikamente an
Mittlerweile hat man auch herausgefunden, warum das so ist – und auch die Psychiatrie und die Pharmakologie weiß es: Das Gehirn reagiert auf eine Weise auf die Psychopharmaka, die versucht, alles auszugleichen, was die Drogen bewirken. Und damit entsteht das Problem: Registriert das Gehirn, dass ein Dopaminblocker seine eigene Dopaminerzeugung blockiert, kämpft das Gehirn dagegen an, indem es mehr Dopamin produziert und mehr Rezeptoren für Dopamin, um „seinen Normalzustand“ wieder herzustellen. Antidepressiva, die den Serotoninspiegel erhöhen, um die Depression zu lindern, funktionieren eine Weile, doch dann schaltet das Gehirn die Produktion von Serotonin immer weiter ab und baut die dazugehörigen Rezeptoren ab, weil nach seinem Dafürhalten zu viel Serotonin vorhanden ist. Damit verschärft das Psychopharmakum genau das, was es ja eigentlich beheben soll.
Das hat auf Dauer noch eine weitere, schädliche Wirkung, die über die dauerhafte Schädigung des chemischen Gleichgewichtes im Hirn hinausgeht: Sogar der körperliche Aufbau, die Physiologie des Hirns ändert sich. Damit wird der Mensch wirklich auch physisch – und nicht nur psychisch – geschädigt und chronisch krank und zeigt nun irreversibel genau die Symptome, die die Medikamente heilen sollten.
Insbesondere Kinder, deren Gehirn sich erst noch richtig „verdrahten“, entwickeln und formen muss, dürfen – diesen Erkenntnissen Rechnung tragend – in keinem Fall mit diesen Mitteln behandelt werden. Auch nicht bei ADHS, will man sie nicht lebenslang zu tatsächlich psychisch und physisch schwer gestörten Patienten machen._______________________________________________________________________
Antidepressiva bringen mehr Schaden als Nutzen
Antidepressiva machen abhängig
Ein dauerhafter Gebrauch von Antidepressiva erhöht das Rückfallrisiko und kann chronische Depressionen erzeugen
Antidepressiva sind „Zerstörer des Sexuallebens“
Antidepressiva haben überhaupt keinen Nutzen bei 90 Prozent aller Depressionen und selbst bei den verbleidenden 10 Prozent ist der Nutzen klinisch kaum relevant.
Antidepressiva erhöhen bei Menschen bis 40 Jahren das Suizidrisiko
Antidepressiva erzeugen schwere, ernst zu nehmende Nebenwirkungen
Ein Entzug von Antidepressiva kann auch viele Monate oder sogar Jahre nach der letzten Tablette ernsthafte Symptome nach sich ziehen.
Antidepressiva haben überhaupt keinen Nutzen bei Kindern und Jugendlichen. Zu ihren Risiken gehört jedoch eine Verdoppelung des Suizidrisikos. Deshalb, sollte man sie bei Kindern und Jugendlichen niemals einsetzen.
Depressionen lassen sich effizient und dauerhaft mit Psychotherapie, Sport und anderen Methoden bekämpfen
Medikamentöse Psychotherapie führt in die Abhängigkeit
Peter Gøtzsche referiert, was engagierte Psychiater und Autoren wie David Healy, Peter Breggin, Robert Whitaker, Irving Kirsch, Joseph Glenmullen und viele andere seit Jahren schreiben:
„Die medikamentöse Therapie führt in die Abhängigkeit. Das ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der Psychiatrie. Den Patienten fällt es schwer, die Mittel abzusetzen, weil dies Entzugssymptome auslöst. Es ist unglaublich, dass führende Psychiater diese Tatsache seit vielen Jahrzehnten bestreiten und dass die meisten von ihnen heute noch entschieden leugnen, dass SSRI abhängig machen können.“
Peter Gøtzsches ernüchterndes Fazit ist, dass es keine psychiatrische Erkrankung gibt, bei der es Patienten besser geht, wenn sie dauerhaft Medikamente einnehmen. Stattdessen erhöhen, so Gøtzsche, sämtliche Psychopharmaka bei einer Dauerbehandlung das Risiko an schweren Nebenwirkungen zu erkranken. Viele Substanzen greifen zudem die Gehirnsubstanz an und führen zu deren Abbau.
Unfähigkeit, einem normalen Leben nachzugehen
Robert Whitaker, der eigentlich nur herausfinden wollte, wie es denn sein kann, dass so viele Menschen, die sich vertrauensvoll in die Hände der Psychiater und der Pharmaindustrie begeben, auch nach längerer Behandlung nicht wieder in der Lage sind, ein normales Leben zu leben und einem Beruf nachzugehen. Und er musste feststellen, dass das Ergebnis heißt: „Weil sie sich in die Hände von Psychiatern und der Pharmaindustrie begeben haben,“
Es gibt einen tatsächlicher Anstieg von Fällen, die aufgrund von psychischen Erkrankungen unfähig sind, ihrem gewöhnlichen Leben nachzugehen. Einer von 50 Amerikanern gilt mittlerweile als psychisch krank – vor dem Einsatz von Psychopharmaka war es gerademal einer von 300. Und dieser Anstieg passiert nicht trotz, sondern gerade wegen der Medikamente, meint Whitaker: „Was Sie bei jeder Klasse dieser Psychopharmaka feststellen werden, ist auf lange Sicht eine Verschlechterung der Zielsymptome der Depression oder Psychose oder Angst im Vergleich zu Patienten, die mit einem Placebo behandelt wurden. Selbst beim Zielsymptom entwickelt sich eine größere Häufigkeit und Schwere der Symptome. Und Sie werden einen ziemlich bedeutenden Prozentsatz der Patienten sehen, bei denen neue und schwere psychiatrische Symptome erst durch die Droge selbst ausgelöst werden.