Dienstag, 5. August 2014

Presseinfo vom 22.07.2014

Klettern gegen Zwangspsychiatrie
Demonstrierende in Gießener Innenstadt fordern ein Ende der Folter

Drei Schwätzer, zwei Kletterinnen, eine Musikanlage – in diese Kulisse
gelangte, wer heute Nachmittag den Seltersweg in der Gießener Innenstadt
passierte. Mit einem Spruchband, das sie hoch oben zwischen zwei Bäumen
aufhängten, sowie mit Flugblättern und frecher Musik machten ein paar
Demonstrierende aufmerksam auf Menschenrechtsverletzungen in Psychiatrien.
Während drumherum viele Leute interessiert auf das Geschehen in den Bäumen
schauten, brachte Amal am Mikrophon folgende Kritik zum Ausdruck: „Hinter
den Mauern und Zäunen werden Menschen stunden- bis tage- oder sogar
wochenlang gefesselt, gegen ihren Willen mit Chemikalien behandelt und
ständig mit Strafen belegt.“ Andere Demonstrierende verteilten
Flugblätter, die unter anderem darüber aufklärten, dass selbst der Leiter
der Vitos-Psychiatrien, Dr. Rüdiger Müller-Isberner, zugibt, dass viele
Methoden in seinen Einrichtungen illegal sind. Auf den Spruchbändern hieß
es deshalb: „Tatort Psychiatrie: tägliche Gewalt gegen Patienten“ sowie
„Gegen Fesseln, Foltern, Zwangsbehandlungen & -medikamentieren“.

Aktive gegen die Vitos-Klinik
Kontakt über: 01578/9165043
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