Sehr geehrte
Frau Pfarrer Ehlert, sehr geehrter Herr Bischof Hein und liebe
Evangelische Kirche in
Deutschland,http://www.ekkw.de/bischof/bischof_chat.html
„One
cannot not communicate“ lautet eines der 5 Anxiome der
Kommunikation des Psychoanalytikers Paul Watzlawick.
Da meine Mail vom 10.
Juni bis heute unbeantwortet ist, erlaube ich mir diese einseitige
Kommunikation als offenen Brief an die Evangelische Kirche in Kürze
zu veröffentlichen. Der Wunsch ehemaliger psychiatrischer Patienten
besteht weiterhin, den Opfern aus Haina ein letztes Geleit geben zu
wollen.
Kurz möchte ich daran
erinnern, dass das Schweigen der Evangelischen Kirche auf staatliches
Willkürhandeln, das mit dem Glauben unvereinbar ist, eine gewisse
Tradition hat. Exemplarisch sei die Euthanasie und das Schweigen der
Evangelischen Kirche dazu im Dritten Reich genannt.
Nach meiner Meinung
darf die evangelische Kirche nicht zu den Zuständen in den
Forensiken – insbesondere in Haina – schweigen.
Ergänzend
weitere Fragen an die Evangelische Kirche:
Was unternimmt die
Evangelische Kirche gegen Zwangsmedikation, Isolation und Fixierungen
in forensischen Einrichtungen?
Was unternimmt die
Evangelische Kirche gegen die hohen Sterbezahlen und die deutlich
gesenkte Lebenserwartung von Patienten, die mit Psychopharmaka
behandelt werden?
Wie steht die
Evangelische Kirche zu den oben angerissenen. lebensverkürzenden
Maßnahmen, die gemeinhin als Folter bezeichnet werden?
Für die Beantwortung
meiner Fragen habe ich mir den 17. Juli vorgemerkt. Bitte stimmen Sie
sich untereinander ab, auf welcher Ebene Sie das beantworten möchten.
Da in Organisationen niemand Verantwortung übernehmen möchte, wette
ich ohnehin auf weiteres Schweigen auf allen Ebenen.
Mit freundlichen
Grüßen
Martin Heidingsfelder
Der Aktivist Jörg
Bergstedt hat gegen den Klinikleiter, den Psychiater Dr. Rüdiger
Müller-Isberner, Strafanzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft
konnte hierzu noch keine Auskunft geben, ob ein Ermittlungsverfahren
eingeleitet worden ist.
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