Montag, 2. Februar 2015

"Reform"-Lüge der Bund-Länder-Kommission zum § 63

"Reform"-Lüge der Bund-Länder-Kommission zum § 63
Gerhard Strate liest am Freitag, 30.01.2015 um 20 Uhr in Norderstedt im Strandhaus (Eintritt frei !) aus seiner kritischen Abrechnung mit Richtern und Sachverständigen. "Der Fall Mollath: Vom Versagen der Justiz und Psychiatrie"  - unsere Rezension hier: http://tinyurl.com/l3gcmyb
Im Anschluss an die Lesung haben die Zuhörer Gelegenheit mit dem Autor über dessen Thesen zu diskutieren. Außerdem signiert Herr Strate seine Bücher. Um Anmeldung unter Fax 040/52198417 oder die E-Mail info@arriba-erlebnisbad.de wird gebeten. 
Quelle: http://www.abendblatt.de/region/norderstedt/article136632237/Star-Anwalt-Strate-rechnet-im-Strandhaus-mit-Justiz-ab.html

Herr Strate ist auf Lesereise und hat vor 3 Tagen in Nürnberg und vor 2 Tagen in München vor ausverkauftem Haus gelesen!

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In Bayern wurde im Zuge der durch die Gustl Mollath Berichterstattung verlorenen gegangenen Justizministerin Beate Merk eine
angebliche "Reform" des § 63 StGB
angestoßen. Durch die Kompetenz des Bundes für die Strafgesetzgebung und der Länder für den Vollzug der als Strafe geleugneten "Heilungsbemühungen", an den als Sonderopfer unbefristet weg gesperrten und zwangsbehandelten "Unschuldigen", führte dieser Anstoß zu einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe, die noch 2014 vom der damaligen Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger einberufen wurde.
Nun hat das Bundesjustizministerium deren "Diskussionsentwurf" veröffentlicht: http://tinyurl.com/nc55qwf
dessen Ergebnisse so erklärt werden:  http://tinyurl.com/m59nwn4
und auf dessen Basis Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) einen minimal reformierten § 63 erarbeiten lassen will.
Diese Scheinnovellierung geht nicht mal so weit, wie sie der Tarnkappenbomber Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) im Sommer 2013 angekündigt hatte, berichtet Heribert Prantl in der Süddeutschen vom 21.1.2015. Gerade mal Straftaten im Bagatellbereich oder Hausfriedensbruch sollen nicht mehr zu einer Verurteilung mit dem brutalsten und laut Behindertenrechtskonvention (BRK) illegalen Geschütz des Strafrechts, dem § 63, führen können. Aber der Mummenschanz mit den Gutachtern, die angeblich über "forensisch-psychiatrisches Wissen" verfügen sollen, bleibt derselbe, so als ob man sich einfach blind und taub stellen könnte gegenüber dem, was durch die BRK seit 6 Jahren illegal geworden ist und dem was Gerhard Strate letztes Jahr und Thomas Szasz seit mehr als 50 Jahren bekannt gemacht haben.
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/einweisung-in-die-psychiatrie-ueberarbeitung-der-mollath-paragrafen-1.2312627

Leider haben die meisten der Gustl Mollath Unterstützer immer nur "Verbesserungen" der Anwendung und ausgeübten Praxis in der Forensik angemahnt, ein "Betriebsunfall" wurde gerügt,  aber nicht das Übel an der systematischen Wurzel gepackt, dem in sich menschenrechtlich illegalen § 63. So konnte es sogar zu so einer absurden Forderung, wie der nach einer "Videoaufzeichnung der Begutachtung", kommen, was die schiere Lüge, es gäbe ein psychiatrischen Wissen und irgendwelche "Experten" würden darüber verfügen, noch weiter befestigen würde.
Wer da noch Weiterbildungsbedarf verspüren sollte, bitte Gerhard Strates Buch lesen und sich hier informieren: http://www.zwangspsychiatrie.de/weg-mit-%C2%A7-63

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In Frontal21 vom ZDF wurde vorgestern über die schlagartige Entlassung von Thomas Lindlmaier berichtet, nachdem Frontal21 zuvor über ihn berichtet hatte. Thomas Lindlmaier war 3,5 Jahren in der Forensik eingesperrt und zwangsbehandelt worden, nur weil er den Gerichtsvollzieher nicht zur Räumung seiner Wohnung einlassen wollte - das wurde als Widerstand gegen die Staatsgewalt gewertet, aber ein Psychiater machte daraus mit dem beliebten "Gutachten nach Aktenlage" (wozu bei so einem Wortgestöber auch noch einen zu Verdammenden ansehen oder sprechen?) ein § 63 Urteil. Dem Richter war's recht, deshalb hatte er wahrscheinlich gerade den Chefarzt zum Gutachter bestimmt, der durch die anschließenden "Heilungsbemühungen"  in seiner Anstalt davon profitierte.
Herrn Lindlmaiers Resümee: "Das wünsche ich meinem ärgsten Feind nicht so behandelt zu werden."
Bitte den 3 Minuten Beitrag hier ansehen:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2330754/nachgehakt-Psychiatrieopfer-entlassen#/beitrag/video/2330754/nachgehakt-Psychiatrieopfer-entlassen

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Dies ist eine Nachricht des Werner-Fuß-Zentrums
im Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin
http://www.psychiatrie-erfahrene.de

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Informieren Sie sich: http://www.patverfue.de

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