untenstehende Presseinfo habe ich rausgeschickt - und werde bis zum 12.3. noch weitere rausschicken zu konkreten Themen. Ich muss aber nicht der einzige sein, der das tut :-)
Zur Demo noch die Kurzinfos:
Fahrtkosten(zuschüsse).
Vom BPE gibt es Zuschüsse zu Gruppenfahrkarten (Hessentickets oder, falls bei kürzeren Entfernungen billiger, RMV-Gruppenkarten) ... bitte so handbaben (damit das Geld möglichst weit reicht), dass Menschen anteilig was dazu geben, was wie können - aber es nirgends am Geld scheitert!
Vielen Dank, BPE!
Demo und Anhörung
Die Demo beginnt am Donnerstag, den 12.3., um 13 Uhr nahe des Ortes, wo um 14 Uhr die Anhörung zum Maßregelvollzugsgesetz stattfindet. Es ist also für alle möglich, an beidem teilzunehmen.
Wer dann nicht um 14 Uhr zur Anhörung geht, kann mit auf unseren Umzug (hoffentlich laut und bunt) durch die Innenstadt mitkommen.
Kreative Einlagen
Bringt Kreide, Musik, Musikinstrumente, Theaterideen, Plakate und Spruchbänder, bemalte T-Shirts oder was Euch einfällt mit. Damit das Ganze bunt und inhaltsreich wird.
13.30 Uhr: Übergabe von Forderungen
Zu halb zwei will ich die Landtagsfraktionen zu unserer Demo einladen, damit wir dort unsere Forderungen verlesen können.
Gemeinsame Anfahrt von Gießen aus
Ich komme aus Saasen über Gießen und würde mich gern mit Leuten aus Gießen zusammen tun. Zug ab Gießen wäre 10.54 Uhr am Gleis 4. Der Zug startet in Marburg um 10.33 Uhr.
So long und beste Grüße ... Jörg ... und hier meine Presseinfo:
Weg mit der unmenschlichen Zwangsbehandlung!
Betroffene und Unterstützer_innen wollen am 12. März in Wiesbaden gegen Zwangsmedikamentierung, Fixierung und Isolation in hessischen Psychiatrien demonstrieren
Ein Ende des perspektivlosen Dauereinsperrens, keine
Zwangsbehandlungen und die Wahrung des medizinischen und informationellen
Selbstbestimmungsrechts fordern Betroffene von psychiatrischen Zwangsmaßnahmen
und ihre Unterstützer_innen von der Landesregierung Hessen. Diese diskutiert zur
Zeit ein neues Maßregelvollzugsgesetz, in dem die Bedingungen von Inhaftierungen
in Folge strafrechtlicher Verurteilungen neu festgelegt werden sollen. Dazu
findet am 12. März um 14 Uhr in Wiesbaden eine Anhörung
im Landtag statt. Eine Stunde vorher startet eine Demonstration, mit der
gegen eine Fortsetzung der bisherigen Praxis von Zwang, Isolation und
Entmündigung protestiert werden soll. Treffpunkt ist um 13 Uhr am Rathaus der
Stadt unweit der Bannmeilengrenze.
Eingeladen werden sollen auch die fachlich zuständigen
Mitglieder der Landtagsfraktionen. Um 13.30 Uhr soll ihnen ein Forderungskatalog
für das neue Maßregelvollzugsgesetz und die in Kürze ebenfalls anstehenden
Beratungen für weitere Psychiatrisierungsgesetze überreicht werden. Darin werden
unter anderem die „volle Anerkennung der Patient_innenverfügungen“,
„Internetzugang, Wahrung des Postgeheimnisses, uneingeschränktes Telefon- und
Besuchsrecht“ sowie ein „uneingeschränktes und jederzeitiges
Akteneinsichtsrecht“ verlangt. Zentraler Punkt ist das Ende aller
Zwangsbehandlung: „Keine Fixierungen, Zwangsmedikamentierungen und Isolierungen
in oder durch die psychiatrischen Anstalten!“ steht unmissverständlich in der
Forderungsliste. Solche Praxen seien verfassungswidrig und verstießen gegen die
UN-Behindertenkonvention, die von Deutschland ratifiziert worden sei. „Der
aktuelle Entwurf der hessischen Regierung ist ein Bruch dieser Rechtsvorgaben,
er ist also nicht nur unmenschlich, sondern auch illegal“, benennt der Anmelder
der Demonstration, Jörg Bergstedt aus der Projektwerkstatt in
Reiskirchen-Saasen, das Motiv der Aktion. „Der Chef der wichtigsten forensischen
Psychiatrien in Hessen sagt selbst in seinem Lehrbuch zum Maßregelvollzug, dass
die Programme zur Behandlung psychischer Probleme in Freiheit besser gelingen
als in Gefangenschaft. Es ist daher unverständlich, dass die Regierung weiter
auf Freiheitsentzug und Zwang setzt“. Bergstedt hofft nicht nur auf viele
Mitstreiter_innen und kreative Einlagen bei der Demo zur Anhörung in Wiesbaden,
sondern er will mit Betroffenen und Unterstützer_innen auch bei weiteren
Aktionen die Kritik an den geschlossenen Psychiatrien lautstark nach draußen
tragen. „Zwangspsychiatrien sind die blindesten Flecken dieses Landes – noch
schlimmer als die ebenso unmenschlichen Gefängnisse. Es wird Zeit, dass mehr
Menschen hinter diese Kulissen gucken und sich dafür einsetzen, dass
Patient_innen nicht wie Dreck behandelt und einfach nur verwahrt
werden!“
Informationsseite zur Kritik an Psychiatrien: www.psychiatrieundknast.de.vu
Der Forderungskatalog wird in Kürze veröffentlicht, den
Landtagsfraktionen übermittelt und am 13.30 Uhr, d.h. vor der Anhörung, auf der
Versammlung öffentlich verlesen. Hierzu werden die Landtagsfraktionen
eingeladen.
Kontakt wegen Psychiatrie- und Knastkritik: K.O.B.R.A., c/o
Projektwerkstatt, Ludwigstr. 11, 35447 Reiskirchen, 06401-903283, kobra@projektwerkstatt.de
V.i.S.d.P.: Jörg Bergstedt
-- (Bitte bei Antworten lange Mailzitate wegschneiden ... spart Daten, Zeit und Unübersichtlichkeit :-) Projektwerkstatt Saasen, 06401/90328-3, Fax 03212-1434654 Ludwigstr. 11, 35447 Reiskirchen-Saasen (20 km östlich Giessen) www.projektwerkstatt.de/saasen <saasen@projektwerkstatt.de> PGP unter www.projektwerkstatt.de/feedback.html - Seminarhaus und politische Aktionswerkstätten - Archive, Bibliotheken und Gruppenräume (mit Bahnanschluss) Neue Bücher zu Herrschaftskritik und Utopien unter www.aktionsversand.de.vu! Aktuelle Angebote für Lesungen, Workshops und Vorträge: www.vortragsangebote.de.vu und www.projektwerkstatt.de/termine. Die Projektwerkstatt lebt davon, was anderswo übrig ist, z.B.: SATA-Festplatten
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