Dienstag, 17. März 2015

Stigmatisiert und vorurteilsbelastet“

Der Vitos-Patient Peter-Christian Heinrichs sollte heute (12.03.2015)bei der Anhörung im Landtag ( Betr. §63)aussagen und wurde wieder ausgeladen. In einem Offenen Brief an den Landtagspräsidenten beschwert er sich über diese Behandlung.
RIEDSTADT.
Peter-Christian Heinrichs hätte den Mitgliedern des Sozialausschusses des Hessischen Landtags sicher viel erzählen können. Seit zehn Jahren sitzt er in der Forensik, weil er laut Gutachten als allgemeingefährlich gilt. Heinrichs wurde jedoch nach der Intervention der Klinikleitung von Vitos wieder ausgeladen. Man fürchtete, er könnte den Termin zur Flucht nutzen.
Kommentar: Forensische Psychiatrie Riedstadt lügt wie immer


Heinrichs wurde daraufhin aus Wiesbaden mitgeteilt, er werde nur schriftlich angehört.
Nun hat der Betroffene sich in einem Brief an Landtagspräsident Norbert Kartmann (CDU) über die Ausladung beschwert.
Er werde jedes Jahr zur vorgeschriebenen gerichtlichen Anhörung gebracht, ohne dass er jemals einen Fluchtversuch unternommen habe. Zudem sei ihm am 4. März eine sogenannte „Erprobungsausführung“ gewährt worden. Erstmals hatte Heinrichs Gelegenheit, das Umfeld der Vitos-Klinik, wo er seit deren Einweihung einsitzt, zu erkunden. An seiner Seite zwei zierliche Frauen, so schreibt er. Er sei ohne Fesseln gewesen und hätte, wenn er gewollt hätte, durchaus fliehen können. Jedenfalls einfacher, als wenn er in einer Landtagsanhörung sitze.
Heinrichs glaubt, Vitos habe bewusst seine Aussage vor dem Ausschuss verhindern wollen. Er sieht sich „stigmatisiert und vorurteilsbelastet“.


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